Crésus Lohnbuchhaltung

34Lohngleichheitsanalyse mit Crésus und Logib

Seit dem 1. Juli 2020 sind Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden gemäss Gleichstellungsgesetz dazu verpflichtet, eine Lohngleichheitsanalyse durchzuführen, diese von einer unabhängigen Stelle überprüfen zu lassen und die Mitarbeitenden über das Ergebnis zu informieren. Ziel ist es, den verfassungsrechtlichen Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit durchzusetzen.

Zur Analyse der Lohngleichheit und um interessante Kennzahlen zur Identifikation von geschlechtsspezifischen Unterschieden zu erhalten, hat der Bund das Instrument Logib entwickelt, das als Webapplikation bereitsteht.

Auf der Website des Bundes wird das Instrument Logib im Detail vorgestellt.

Bei einem grossen Teil der von Logib verlangten Daten handelt es sich um Lohndaten. Crésus Lohnbuchhaltung wurde daher weiterentwickelt, damit Sie die statistischen Angaben erfassen und die Daten in einem Format exportieren können, das sich direkt in Logib importieren lässt. Die Qualität dieses Exports hängt von der Qualität der in Crésus erfassten Daten ab.

Das Dokument «Methodenbeschrieb zu Logib Modul 1 und 2», abrufbar auf der Website des Bundes, stellt das Analyseverfahren sowie die erforderlichen Felder im Detail vor. Als Softwarehersteller ist Epsitec kein Experte für die Lohngleichheitsanalyse. Bei Fragen zum Analyseverfahren bitten wir Sie, mit der Logib-Helpline des Bundes Kontakt aufzunehmen:

Logib-Helpline
Tel. 0800 55 99 00
logib@ebg.admin.ch

Vereinfacht gesagt, erstellt Logib die Analyse anhand von Daten, die erhoben und in einer Excel-Datei zusammengestellt werden. Crésus Lohnbuchhaltung bereitet die erforderlichen Daten vor, exportiert sie und erlaubt es Ihnen so, die Daten in die Excel-Tabelle einzufügen.

Gehen Sie zum Menü Personal > Exportieren:

So können Sie aus Crésus Lohnbuchhaltung die Daten exportieren und sie in die Logib-Tabelle einfügen.

34.1An Logib übermittelte Daten

Die übermittelten Daten sind anonym und geben Auskunft über die allgemeine Situation im Unternehmen.

Standardmässig übermittelt Crésus Lohnbuchhaltung die Basisdaten, die jedoch nicht alle Sonderfälle umfassen. Bei einem Sonderfall müssen Sie die Daten in der Excel-Datei manuell anpassen.

Folgende Daten werden von Crésus Lohnbuchhaltung exportiert:

Feld in Logib Feld in Crésus Lohnbuchhaltung Angestellte/-r – Personalien
Laufnummer Arbeitnehmernummer Angestellte/-r – Personalien
Alter Geburtsdatum Angestellte/-r – Personalien
Geschlecht Geschlecht

Hinweis: Crésus Lohnbuchhaltung wandelt «Mann/Frau» gemäss den Logib-Spezifikationen in F oder M um.

Angestellte/-r – Personalien
Dienstjahre Eintrittsdatum Angestellte/-r – Personalien
Ausbildung Ausbildungsniveau

  • Doktorat
  • Uni, ETH, Master
  • Uni, ETH, Bachelor
  • Fachhochschule (FH), Pädagogische Hochschule (PH), Master
  • Fachhochschule (FH), Pädagogische Hochschule (PH), Bachelor
  • Höhere Berufsausbildung, höhere Fachschule
  • Lehrerpatent
  • Matura
  • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • Obligatorische Schule, ohne abgeschlossene Berufsausbildung
  • Weitere abgeschlossene Ausbildungen

Hinweis 1: Crésus Lohnbuchhaltung wandelt die betreffende Ausbildung gemäss den Logib-Spezifikationen in Zahlen um. Dieser Hinweis gilt auch für alle anderen Drop-Down-Listen.

Angestellte/-r – Statistik
Funktion Ausgeübter Beruf Angestellte/-r – Statistik
Betriebliches Kompetenzniveau / Anforderungsniveau Kompetenzniveau (Art der Tätigkeiten)

  • Sehr komplexe Problemlösungs-/Entscheidungsaufgaben
  • Tätigkeit mit komplexeren technischen oder praktischen Aufgaben
  • Tätigkeit mit Aufgaben, die Berufs-/Fachkenntnisse voraussetzen
  • Einfache oder Routine- bzw. repetitive Aufgaben
Angestellte/-r – Statistik
Berufliche Stellung Berufliche Stellung

  • Oberes Kader
  • Mittleres Kader
  • Unteres Kader
  • Unterstes Kader
  • Ohne Kaderfunktion
Angestellte/r – Statistik
AN im Monatslohn Beschäftigungsgrad Angestellte/-r – Stammdaten
AN im Stundenlohn Gearbeitete Stunden Erfassen eines Lohnes – Periode
Grundlohn Der Grundlohn entspricht dem Grundlohn, der im Referenzmonat ausgezahlt wurde. Es kann sich dabei um einen Monats- oder einen Stundenlohn handeln.

Hinweis 1: Er entspricht der Summe der Felder, die der Lohnart Grundlohn zugewiesen sind.

Hinweis 2: Hat eine Person wegen eines unbezahlten Urlaubs, eines Stellenantritts oder eines Austritts während eines Referenzmonats keinen ganzen Lohn bezogen, müssen der Grundlohn sowie alle Lohnelemente für den ganzen Monat so angegeben werden, dass sie dem Beschäftigungsgrad entsprechen. Diese Korrektur ist manuell direkt in der Excel-Datei vorzunehmen.

Erfassen eines Lohnes
Zulagen Als Zulagen gelten folgende Elemente: Bruttobetrag der gesetzlichen Entschädigungen für Sonntags- oder Nachtarbeit, allfällige Zuschläge für Überstunden und Überzeitarbeit sowie weitere Erschwerniszulagen. Diese Elemente müssen der für den Referenzmonat erfassten Arbeitszeit entsprechen.

Hinweis: Wie beim Grundlohn entsprechen die Zulagen der Summe der Lohnelemente, die bei den Felddefinitionen der Lohnart Einkünfte zugewiesen wurden.

13.  Monatslohn
Der 13. (oder 14. oder x.) Monatslohn ist der Anteil am Bruttobetrag, der bei Angestellten im Monatslohn dem Beschäftigungsgrad und bei Angestellten im Stundenlohn der Anzahl bezahlter Stunden im Referenzmonat entspricht.

Hinweis: siehe oben

Sonderzahlungen Als Sonderzahlungen gelten sämtliche unregelmässig ausbezahlten Beträge (halbjährlich, jährlich, sporadisch).

Hinweis: siehe oben

Betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit Beschäftigungsgrad Angestellte/-r – Stammdaten
Soll-Jahresarbeitszeit im Referenzjahr Soll-Nettojahresarbeitszeit bei 100 % Angestellte/-r – Statistik
Grundgesamtheit Grundgesamtheit

  • Regulärer Arbeitsvertrag
  • Berufslehre
  • Praktikum
  • Expats (fester Arbeitsort im Ausland)
  • Übrige
Angestellte/-r – Statistik
Bemerkungen Logib: Bemerkungen Angestellte/-r – Statistik
Zusatz 1 Logib: Zusatz 1 Angestellte/-r – Statistik
Zusatz 2 Logib: Zusatz 2 Angestellte/-r – Statistik

34.2Änderung der Lohnarten

In Crésus Lohnbuchhaltung können Sie jedem Lohnfeld eine «Logib»-Lohnart zuweisen. Anschliessend können Sie diese Verknüpfung ändern (§19.7 Felder definieren).

Im Dokument «Wegleitung Logib Modul 2» (und Anhang) wird im Detail auf die Wahl der Feldzuweisungen eingegangen. Sie können gewisse Felder auch zwei Lohnarten zuweisen: So kann die kostenlose Unterkunft etwa je nach Periodizität der Auszahlungen als Grundlohn (1) oder als Sonderzahlung (2) gelten.

Standardmässig übernimmt Crésus Lohnbuchhaltung die erste Möglichkeit. Beim Beispiel der kostenlosen Unterkunft geht Crésus Lohnbuchhaltung standardmässig von einem Grundlohn (1) aus.

Wenn Zuordnungen von Feldern und Lohnarten geändert werden, erfolgt dies für sämtliche Angestellten in der Registerkarte zur Definition der Felder.

Muss ein Feld unterschiedlich gehandhabt werden (z. B. Behandlung der kostenlosen Unterkunft sowohl als Grundlohn als auch als Sonderzahlung), müssen Sie es duplizieren (z. B. kostenlose Unterkunft – Lohn / kostenlose Unterkunft – Sonderzahlung) und diese neuen Felder der betreffenden Lohnart zuweisen. Anschliessend müssen Sie die entsprechenden Werte noch separat erfassen.

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