Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

Crésus general

Crésus Finanzbuchhaltung

  • Verluste aus Forderungen

    Dieser Beitrag ist nur für Unternehmen relevant, die nach vereinbarter effektiver MWST-Methode (bei Rechnungsstellung) in Crésus Finanzbuchhaltung abrechnen. Wenn Sie nach effektiver vereinnahmter MWST-Methode abrechnen, haben Sie zu untenstehend erwähntem Zeitpunkt keinen Zahlungseingang erhalten und somit hat es keine Auswirkungen auf das Buchungsverhalten oder die MWST.

    Manchmal wird ein Kunde zahlungsunfähig und zahlt eine Rechnung nur teilweise oder gar nicht. Sie haben die Mehrwertsteuer auf die ausgestellte Rechnung jedoch bereits bezahlt. Sie sind daher berechtigt, diese Mehrwertsteuer auf den nicht bezahlten Teil zurückzufordern.

    Ausgangssituation

    Sie stellten am 30. Juni 2020 eine Rechnung aus, auf der die Mehrwertsteuer in der Höhe von 7.7% ausgewiesen ist :


    Per 30. September 2020 wird die durch Sie ausgestellte Rechnung in Verzug gesetzt. Daher müssen Sie diese Rechnung aus Ihren offenen Rechnungen entfernen.

    Vorzunehmende Anpassungen

    In Ihrer Crésus Finanzbuchhaltung sollten Sie in Ihrem Kontenplan nebst einem Skonto-Konto auch über ein Konto für Forderungsverluste verfügen. Diese beiden Konten müssen den MWST-Code EGMIN hinterlegt haben. Mit diesem MWST-Code wird auf der MWST-Abrechnung eine Entgeltsminderung zum Normalsatz geltend gemacht. Durch eine klare Trennung dieser beiden Konten, welche auf der einen Seite den Aufwand betreffen (Skonto) und auf der anderen Seite den Ertrag (Forderungsverluste), kann auch später in Kombination des MWST-Codes mit dem Konto nachvollzogen werden, wo genau Entgeltsminderungen entstanden sind.

    Entsprechend sollten Sie in den Allgemeinen Einstellungen der Crésus Faktura innerhalb der Registerkarte Konten und MWST auf der Schaltfläche Andere Konten definieren, dass Beträge für gewährte Skonti auf dem Konto 3800 gebucht werden.

    Bearbeitung einer unbezahlten Rechnung

    Wählen Sie in der Datenbank der Rechnungen (Debitoren) die Rechnung aus, welche nicht bezahlt wird und Sie daher als Debitorenverlust ausbuchen müssen. Wenn Sie die Rechnung ausgewählt und markiert haben, gehen Sie auf die Registerkarte Finanzen und betätigen Sie die Schaltfläche Vorgang ausführen. Wählen Sie nun die Option Restbetrag einkassieren und wechseln Sie das Konto (Im Standard ein Bankkonto) auf das Konto Debitorenverluste und bestätigen Sie die Eingabe mit OK.

    Der nachfolgende Eintrag bedeutet, dass die offene Rechnung ausgebucht wurde auf das Debitorenverlust-Konto und somit die Rechnung nicht länger offen ist.

    Wenn Sie eine Crésus Finanzbuchhaltung einsetzen, können Sie nun mit dem Befehl Menü > Verbuchen die Buchung in die Finanzbuchhaltung übertragen.

    Auswirkungen auf die MWST-Abrechnung

    Die MWST-Abrechnung für das entsprechende Quartal wird wie folgt aussehen :

    Forderungsverluste, in diesem Fall CHF 1’000, erscheinen im Formularfeld 235 der MWST-Abrechnung und werden somit klar vom Umsatz getrennt.

    Das Formularfeld 300 zeigt deutlich, dass die Reduktion aufgrund des Debitorenverlustes zu dem Satz erfolgt ist, der zu dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls Gültigkeit hatte.

    Wenn Ihr Kunde Ihnen einen Teil der Rechnung bezahlt hat, ist die Vorgehensweise dieselbe, aber nur für den unbezahlten Betrag.

Crésus Lohnbuchhaltung

  • Weshalb unterscheidet sich die von der Arbeitslosenkasse ausgerichtete Entschädigung von den berechneten Beträgen in Crésus?

    Die von der Arbeitslosenkasse an das Unternehmen ausgerichtete Entschädigung basiert auf der gesamten Lohnmasse des Unternehmens. Diese Lohnmasse wird anhand eines Durchschnittslohns berechnet, der den 13. Monatslohn, Feriengeld und Feiertagsentschädigungen einbezieht, heruntergerechnet auf die Dauer der KA-Periode. Es gibt keine Möglichkeit, den Betrag der Entschädigungen mit dem Betrag, der den Mitarbeitenden effektiv ausbezahlt wird, zu vergleichen.

    Das SECO hat zu diesem Thema ein FAQ-Dokument veröffentlicht (Stand: 10. Mai 2020):

    Warum erhält der Betrieb nicht genau den Betrag als KAE, welche er den Mitarbeitenden bezahlen muss?

    Angesichts von inzwischen weit mehr als 100 000 Betrieben, die Kurzarbeit für über 1 500 000 Mitarbeitende angemeldet haben, ist eine Abrechnung von Kurzarbeit pro einzelnen Mitarbeiter / einzelne Mitarbeiterin nicht mehr möglich. Während der ausserordentlichen Lage wird die Kurzarbeitsentschädigung in vereinfachtem Verfahren summarisch abgerechnet. Das vereinfachte Verfahren ist notwendig, um das übergeordnete Ziel zu erreichen, während der ausserordentlichen Lage den betroffenen Betrieben
    unbürokratisch schnellstmöglich Zahlungen leisten zu können. Dies führt aber auch dazu, dass zur herkömmlichen einzelmitarbeiterbezogenen Abrechnung Differenzen auftreten können. Das geschieht immer dann, wenn Mitarbeiter mit unterschiedlichen Löhnen in unterschiedlichem Ausmass
    von wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden betroffen sind. Diese Differenzen müssen zur Erreichung des übergeordneten Ziels hingenommen werden.

    Der Bundesrat musste entscheiden was Vorrang habe: Sicherstellung einer schnellen und administrativ einfachen Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung oder deutlich verzögerte Auszahlung unter Beachtung sämtlicher gesetzlicher und rechnerischen Vorgaben gemäss der vorbestehenden Gesetzgebung. Es wurde klar entschieden, dass eine schnelle, administrativ einfache Auszahlung Vorrang habe. Um diese zu ermöglichen wurden Anpassungen an den vorbestehenden gesetzlichen Grundlagen vorgenommen. Dabei mussten zur Sicherstellung der Ziele (rasch und einfach) gewisse Unschärfen in Kauf genommen werden.

    Schlussendlich erfolgt im Vergleich zum herkömmlichen Abrechnungsverfahren für die Betriebe keine Schlechterstellung, da mitberücksichtigt werden muss, dass während der Sondermassnahmen jeder Betrieb gleichzeitig von vielen Erleichterungen profitiert (keine Voranmeldefrist, keine Karenzzeit, keine Anrechnung von bestehenden Mehrstundensaldi, Anspruch für zusätzliche Personenkategorien).

  • Auszahlung von Löhnen mit COVID-19-Kurzarbeitsentschädigungen

    Die Situation im Zusammenhang mit COVID-19 führt zu einem beträchtlichen Rückgang der Arbeitskapazitäten. Der Bund hat viele Weisungen erlassen, um den Zugang zu Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) bei den Arbeitslosenkassen zu vereinfachen.

    Ab der Version 13.6 umfasst Crésus Lohnbuchhaltung Mechanismen zur Lohnberechnung sowie zum Ausfüllen der vereinfachten Abrechnung für die Beantragung von KAE.

    Auf dieser Seite unserer Wissensdatenbank finden Sie ausführliche Informationen.

    Die einzelnen Schritte kurz zusammengefasst:

    Administratives Vorgehen
    1. Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden über die Massnahmen, die eingeführt werden, und holen Sie ihr Einverständnis ein.
    2. Reichen Sie bei der kantonalen Behörde eine KA-Voranmeldung ein.
    3. Warten Sie mit der Verarbeitung der Löhne mit KAE, bis Sie die Zusage der Arbeitslosenkasse erhalten haben.
    Lohnberechnung
    1. Zahlen Sie den betreffenden Mitarbeitenden einen Lohnvorschuss aus:
      Der den Mitarbeitenden geschuldete Lohn beläuft sich auf 80 % des normalen Lohns für die geleisteten Stunden.
      Schätzen Sie den auszuzahlenden Lohn ab und wählen Sie einen leicht tieferen Betrag.
      Öffnen Sie jeden Lohn des betreffenden Monats für jeden Mitarbeiter (beachten Sie die automatisch berechneten Werte nicht, sie werden anschliessend ignoriert).
      Verwenden Sie das Feld 6510 Lohnvorschuss auf der Registerkarte Allgemein des Lohns des betreffenden Monats.Bereiten Sie einen Zahlungsauftrag vor (Datei > ISO-Datei erstellen): Wählen Sie auf der Maske Zahlungsauftrag die Option Lohnvorschüsse bezahlen.Der Auszahlungsbetrag für jeden Empfänger ist auf den vorgesehenen Vorschuss begrenzt.
      Löhne ohne Vorschuss werden ignoriert.
    2. Sobald Sie die Abrechnung der geleisteten Stunden haben, füllen Sie bei den Löhnen die Angaben aus, um den genauen Lohn zu berechnen.
      Auf dieser Seite unserer Wissensdatenbank finden Sie weitere Angaben für die Erfassung von Daten und Löhnen.
    3. Der zu auszuzahlende Lohn umfasst das Nettototal unter Abzug des bereits geleisteten Vorschusses.
    4. Bereiten Sie einen Zahlungsauftrag vor (Datei > ISO-Datei erstellen): Wählen Sie auf der Maske Zahlungsauftrag wie üblich die Option Löhne bezahlen. Der Betrag des Zahlungsauftrags ist auf den auszuzahlenden Lohn begrenzt.

     

  • Kurzarbeitsentschädigungen mit der vereinfachten Abrechnung des SECO beantragen

    Für die Krise infolge der COVID-19-Pandemie hat das SECO ein vereinfachtes Verfahren für die Beantragung von Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) festgelegt.

    Ab der Version 13.6.001 umfasst Crésus Lohnbuchhaltung die für die Lohnberechnung erforderlichen Mechanismen sowie eine Liste, die die Erfassung einer vereinfachten Abrechnung ermöglicht.

    Nach der Berechnung der Löhne können Sie die Vorlage KA: Liste für vereinfachte SECO-Abrechnung (alle Angestellten) anzeigen oder ausdrucken

    Die Zahlen unten auf der Seite sind in die entsprechenden Zellen des vom SECO bereitgestellten Excel-Formulars zu übertragen.

    Für Fragen zur vereinfachten Abrechnung informieren Sie sich bitte anhand der vom SECO herausgegebenen Weisungen.

    Die Formulare können auf der SECO-Website heruntergeladen werden.

    Im Excel-Formular sind häufige Fragen und Antworten enthalten.

  • Verbuchen von Löhnen mit HRM2

    Um die Anforderungen des harmonisierten Rechnungslegungsmodells HRM2 zu erfüllen, ist es notwendig, die Löhne unter Berücksichtigung der Funktion, die dem Mitarbeiter zugeordnet ist (z.B. 0220 Allgemeine Dienste, übrige oder 8300 Jagd und Fischerei, der Art des Lohnaufwands (z.B. Lohn, Prämie oder Spesen) und des Präfixes (z.B. 02 für die Primarschule) zu verbuchen.

    Crésus Lohnbuchhaltung stellt standardmässig die Konten zur Verfügung, die dem KMU-Standardkontenplan entsprechen. Es ist daher notwendig, die Konten anzupassen, um den Anforderungen von HRM2 gerecht zu werden.

    Prüfen der Bilanzkonten

    Crésus Lohnbuchhaltung bucht verschieden Positionen auf Bestandeskonten. Die folgenden Konten müssen im Kontenplan zwingend enthalten sein :

    .20001.00 Verbindlichkeiten aus Personalaufwand
    .20001.01 Sozialversicherungen AHV/IV/EO/ALV/FAK
    .20001.02 Personalvorsorgeeinrichtungen
    .20001.03 Kranken- und Unfallversicherungen
    .20001.05 Quellensteuer
    .20001.07 Rückstellungen für 13. und Feriengeld
    .20001.08 Einnahmen aus Versicherungsleistungen
    .20001.09 Übrige Verbindlichkeiten aus Personalaufwand
    99999.95 Transferkonto Lohnbuchhaltung
    99999.96 Verschiedene aufzuschlüsselnde Löhne

    Wenn diese Konten nicht alle vorhanden sind, müssen sie angelegt werden. Es ist möglich, dies direkt im Kontenplan zu machen oder einen Kontenplan zu importieren über das Menü Datei > Kontenplan importieren.

    Prüfung der Sachgruppen

    Die folgenden Sachgruppen müssen auch in der Crésus Finanzbuchhaltung HRM2 vorhanden sein :

    3042 Verpflegungszulagen Zulagen für auswärtige Verpflegung im Sinne eines Lohnbestandteils bzw. einer Lohnergänzung.
    3043 Wohnungszulagen Zulagen für Wohnzwecke im Sinne eines Lohnbestandteils bzw. einer Lohnergänzung.
    3049 Übrige Zulagen Andere Zulagen im Sinne eines Lohnbestandteils für dienstliche Verrichtungen.
    3056 Arbeitgeber-Beiträge an Krankenkassenprämien Arbeitgeberbeiträge an Krankenkassenprämien (prüfen Sie, ob diese Beiträge AHV-pflichtig sind und wo sie auf dem Lohnausweis erscheinen).

    Wenn diese Sachgruppen nicht vorhanden sind ist es am einfachsten, diese zu importieren über das Menü Optionen > Sachgruppen :

    Anpassung von Kontierungen in der Lohnbuchhaltung

    Die Standardkonten (KMU) müssen durch jene von HRM2 ersetzt werden.

    Dazu müssen Sie die Importdatei unter dem Menü Unternehmen > Verbuchung importieren.

    Definition von Kontierungselementen durch mitarbeiter oder mitarbeitergruppen

    Wie in der Einleitung erwähnt, berücksichtigen die HRM2-Verbuchungen die Funktion, zu der der Mitarbeiter gehört, die Art des Personalaufwands und den Präfix.

    Crésus Lohnbuchhaltung verwendet zu diesem Zweck Zeichenketten. In Crésus Lohnbuchhaltung für HRM2 steht die erste Zeichenfolge (<1>) für die Funktion, die zweite (<2>) für die Art des Lohnes, wie unten beschrieben, und die dritte steht für das Präfix, zum Beispiel :

    Funktion Sachgruppe Präfix
    2110 3020 02
    Kindergarten Personalaufwand Lehrpersonen Primarschule

    Der Lohntyp wird von HRM2 wie folgt definiert :

    3000 Löhne, Taggelder und Sitzungsgelder für Mitglieder von Behörden und Ausschüssen
    3001 Vergütungen an Mitglieder von Behörden und Kommissionen
    3010 Löhne für Verwaltungs- und Betriebspersonal
    3020 Löhne des Lehrpersonals
    3030 Temporäre Mitarbeitende

    In den Daten des Mitarbeiters müssen Sie auf der Registerkarte Sonstiges unter Verbuchung die drei Zeichenfolgen eingeben    :

    Zur Erinnerung: In Crésus Lohnbuchhaltung können Sie auch Mitarbeitergruppen definieren und für jede dieser Gruppen können Sie dieselben Zeichenfolgen definieren.

  • KAE tiefe Einkommen: Verlängerung des Verfahrens für tiefe Einkommen

    Am 19. März 2021 hat das Parlament Änderungen des COVID-19-Gesetzes verabschiedet, darunter insbesondere die Verlängerung des Verfahrens für KAE für Einkommen unter CHF 4340 pro Monat (tiefe Einkommen) bis Juni 2021.

    In Crésus Lohnbuchhaltung ist darauf zu achten, dass der Koeffizient Verarbeitet die tiefen Einkommen in diesem Monat angepasst wird:

    • Menü Unternehmen > Koeffizienten > Kurzarbeitsentschädigungen (KAE)
    • Klicken Sie auf den Text KAE: Verarbeitet die tiefen Einkommen in diesem Monat

    • Kreuzen Sie die betreffenden Monate an

    In diesem Artikel unserer Wissensdatenbank finden Sie weitere Informationen.

     

Crésus Faktura

  • Mit Crésus Faktura zur QR-Rechnung wechseln

    Mit Crésus Faktura zur QR-Rechnung wechseln, ist ein Kinderspiel.

    Befolgen Sie die folgenden Schritte, um die Erstellung von QR-Rechnungen (in der Schweiz ab 30. Juni 2020 verwendbar) einzurichten.

    Crésus Faktura

    Installieren Sie das Update von Crésus Faktura (mindestens die Version 13.1) wie üblich. Verwenden Sie bei Bedarf dazu im Programm den Befehl Hilfe > Update per Internet. Wenn Sie die Kreditorenverwaltung (eingehende Rechnungen) verwenden, bedingt die Aktualisierung die Konfiguration von Zahlungskonten.

    Für die Erstellung von QR-Rechnungen benötigen Sie eine Internetverbindung und eine aktuelle Version von Crésus Faktura.

    Crésus Pay

    Aktualisieren Sie die App Crésus Pay auf Ihrem Smartphone.

    Mit der App können Sie nun auch den QR-Code einer erhaltenen Rechnung scannen. Die so erfasste Rechnung wird an Crésus Faktura übermittelt. Die Angaben des Rechnungsstellers werden anhand der in der QR-Rechnung enthaltenen Daten automatisch ergänzt.

    QR-Papier

    QR-Rechnungen müssen auf perforiertem QR-Papier ausgedruckt werden, damit die Zahlung am Schalter oder der Versand per Post in ein Verarbeitungszentrum möglich ist.

    Der Zahlteil muss leicht abtrennbar sein, weshalb das QR-Papier ähnlich perforiert ist wie beim ESR. Das weisse Papier hat eine Grammatur zwischen 80 und 100 g/m² und muss scanfähig sein.

    Bestellen Sie QR-Papier mit FSC- und Ecolabel-Zertifizierung auf www.papier-qr.ch.

    QR-IBAN

    Haben Sie von Ihrer Bank noch keine QR-IBAN erhalten? Dann bitten Sie Ihren Berater oder Ihre Beraterin, Ihnen Ihre QR-IBAN mitzuteilen, damit Sie QR-Rechnungen mit Referenznummer (QRR) ausstellen können.

    Die QR-Rechnung in Crésus Banking konfigurieren
    • In den Kontoeinstellungen geben Sie beim Punkt ESR/QR-Teilnehmer in den Basisdaten zusätzlich zur bereits vorhandenen ESR-Teilnehmernummer die entsprechende QR-IBAN an.
    Aktivieren Sie die QR-Rechnung in Crésus Faktura
    • Öffnen Sie die Basiseinstellungen und geben Sie das Passwort ein, um in den Verwaltermodus zu wechseln.
    • Gehen Sie in die Allgemeinen Einstellungen oder drücken Sie Alt-8.
    • Klicken Sie in der Registerkarte ESR/QR auf das Bleistiftsymbol vor der anzupassenden QR/ESR-Definition.

    Ergänzen Sie in der Maske ESR/QR-Einstellungen die Angaben wie folgt:

    • Aktivieren Sie das Kästchen Druckt QR-Rechnungen.
    • Geben Sie die QR-IBAN an, die Sie von Ihrer Bank erhalten haben.

    Nach dem Aktivieren der Option Druckt QR-Rechnungen wird bei der Erstellung einer Rechnung anhand dieser Definition automatisch eine QR-Rechnung statt eine Rechnung mit ESR erstellt.

    Achtung: QR-Rechnungen können erst ab 30. Juni 2020 bezahlt werden.
    Wenn Sie die QR-IBAN bereits konfiguriert haben, aber Rechnungen mit ESR ausstellen wollen, deaktivieren Sie das Kästchen Druckt QR-Rechnungen.

    Sie können für die QR-Rechnung auch eine zusätzliche ESR/QR-Einstellung vornehmen und die bestehenden Einstellungen für die Erstellung von Rechnungen mit ESR beibehalten. So können Sie beim Ausdrucken Ihrer Rechnungen wählen, ob Sie eine Rechnung mit QR oder ESR erstellen wollen.

    Achten Sie darauf, die ESR-Einstellungen, auf die über ESR/QR Einstellungen zugegriffen wird, korrekt vorzunehmen, insbesondere bei der Teilnehmernummer und dem feststehenden Teil der Codierzeile. Dieser feststehende Teil entspricht der BESR-ID, die aus 6 Zahlen besteht. Diese Zahlenreihe wird von den Banken wie der UBS während der Einführungsphase der QR-Rechnung vorgegeben.

    Sie beginnen mit der QR-Rechnung, haben aber keinen ESR-Vertrag

    Wenn Sie mit der QR-Rechnung beginnen möchten, bisher jedoch mit Crésus keinen ESR-Teilnehmer verwendet haben (Sie haben bisher keine Einzahlungsscheine mit Referenznummer genutzt), weicht die Konfiguration leicht ab.

    • Geben Sie in Crésus Banking in den Kontoeinstellungen beim Punkt ESR/QR-Teilnehmer in den Basisdaten die QR-IBAN ein und klicken Sie anschliessend auf Fiktiver Teilnehmer. Notieren Sie sich die (von Crésus erstellte) ESR-Teilnehmernummer, die oberhalb Ihrer QR-IBAN angezeigt wird.
    • Geben Sie in Crésus Faktura in den ESR/QR-Einstellungen diese fiktive Teilnehmernummer ein, die Crésus Banking erzeugt hat.

    Der Hinweis zum feststehenden Teil weiter oben gilt auch bei einem neuen Vertrag.

    Mehr dazu finden Sie im Kapitel ESR/QR-Teilnehmer hinzufügen im Handbuch Crésus Banking.

     

  • Verluste aus Forderungen

    Dieser Beitrag ist nur für Unternehmen relevant, die nach vereinbarter effektiver MWST-Methode (bei Rechnungsstellung) in Crésus Finanzbuchhaltung abrechnen. Wenn Sie nach effektiver vereinnahmter MWST-Methode abrechnen, haben Sie zu untenstehend erwähntem Zeitpunkt keinen Zahlungseingang erhalten und somit hat es keine Auswirkungen auf das Buchungsverhalten oder die MWST.

    Manchmal wird ein Kunde zahlungsunfähig und zahlt eine Rechnung nur teilweise oder gar nicht. Sie haben die Mehrwertsteuer auf die ausgestellte Rechnung jedoch bereits bezahlt. Sie sind daher berechtigt, diese Mehrwertsteuer auf den nicht bezahlten Teil zurückzufordern.

    Ausgangssituation

    Sie stellten am 30. Juni 2020 eine Rechnung aus, auf der die Mehrwertsteuer in der Höhe von 7.7% ausgewiesen ist :


    Per 30. September 2020 wird die durch Sie ausgestellte Rechnung in Verzug gesetzt. Daher müssen Sie diese Rechnung aus Ihren offenen Rechnungen entfernen.

    Vorzunehmende Anpassungen

    In Ihrer Crésus Finanzbuchhaltung sollten Sie in Ihrem Kontenplan nebst einem Skonto-Konto auch über ein Konto für Forderungsverluste verfügen. Diese beiden Konten müssen den MWST-Code EGMIN hinterlegt haben. Mit diesem MWST-Code wird auf der MWST-Abrechnung eine Entgeltsminderung zum Normalsatz geltend gemacht. Durch eine klare Trennung dieser beiden Konten, welche auf der einen Seite den Aufwand betreffen (Skonto) und auf der anderen Seite den Ertrag (Forderungsverluste), kann auch später in Kombination des MWST-Codes mit dem Konto nachvollzogen werden, wo genau Entgeltsminderungen entstanden sind.

    Entsprechend sollten Sie in den Allgemeinen Einstellungen der Crésus Faktura innerhalb der Registerkarte Konten und MWST auf der Schaltfläche Andere Konten definieren, dass Beträge für gewährte Skonti auf dem Konto 3800 gebucht werden.

    Bearbeitung einer unbezahlten Rechnung

    Wählen Sie in der Datenbank der Rechnungen (Debitoren) die Rechnung aus, welche nicht bezahlt wird und Sie daher als Debitorenverlust ausbuchen müssen. Wenn Sie die Rechnung ausgewählt und markiert haben, gehen Sie auf die Registerkarte Finanzen und betätigen Sie die Schaltfläche Vorgang ausführen. Wählen Sie nun die Option Restbetrag einkassieren und wechseln Sie das Konto (Im Standard ein Bankkonto) auf das Konto Debitorenverluste und bestätigen Sie die Eingabe mit OK.

    Der nachfolgende Eintrag bedeutet, dass die offene Rechnung ausgebucht wurde auf das Debitorenverlust-Konto und somit die Rechnung nicht länger offen ist.

    Wenn Sie eine Crésus Finanzbuchhaltung einsetzen, können Sie nun mit dem Befehl Menü > Verbuchen die Buchung in die Finanzbuchhaltung übertragen.

    Auswirkungen auf die MWST-Abrechnung

    Die MWST-Abrechnung für das entsprechende Quartal wird wie folgt aussehen :

    Forderungsverluste, in diesem Fall CHF 1’000, erscheinen im Formularfeld 235 der MWST-Abrechnung und werden somit klar vom Umsatz getrennt.

    Das Formularfeld 300 zeigt deutlich, dass die Reduktion aufgrund des Debitorenverlustes zu dem Satz erfolgt ist, der zu dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls Gültigkeit hatte.

    Wenn Ihr Kunde Ihnen einen Teil der Rechnung bezahlt hat, ist die Vorgehensweise dieselbe, aber nur für den unbezahlten Betrag.